ÖGV Hundeschule Judenburg

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Welpenschule

Ab der 8.Woche beginnen wir den Welpen zu sozialisieren. Darunter versteht man das spielerische Kennenlernen anderer Artgenossen sowie allgemeine tägliche Situationen. Je mehr der Welpe kennenlernt, desto weniger Probleme gibt es später. Nicht nur Spielen, sondern auch grundsätzliche Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Fuß“ werden unseren Welpen mit Futter beigebracht. Denn es gilt: „Was Hänschen nicht lernt – lernt Hans nimmer mehr“. Ein erfolgreicher Welpenkurs ist ein wichtiger Grundstein zur Hundeerziehung.



Gehorsam lernen und Kommandos verstehen

Beim Lernen von Kommandos dürfen Sie den Welpe nicht überfordern. Junge Hunde können sich nur 5 bis 10 Minuten konzentrieren. Daher mehrere kleine Übungsphasen am Tag einplanen und bis zum Alter von sechs Monaten auf eine halbe Stunde am Tag ausweiten.

Zeichen von Überforderung: Gähnen, Kratzen und Hinlegen. Legen Sie sich in dieser Situation ruhig zu dem Welpen auf den Boden. Dieses sogenannte Kontaktliegen stärkt das Vertrauen und vermittelt dem Hund Geborgenheit. Bei den Übungen sollten Sie ausgeglichen, ruhig und geduldig sein.

Der Gehorsam Ihres Welpen besteht aus Gewohnheit und Übung. Üben Sie daher in allen Lebenslagen und zu allen Gelegenheiten, damit der Welpe Kommandos nicht an einen bestimmten Ort knüpft. Weiterhin müssen Befehle eindeutig sein. Mit Handzeichen kombiniert, versteht sie der Hund auch auf weite Entfernungen.

Wichtig: Erst kommt das Handzeichen, dann der Befehl. Generell gilt: Erwünschtes Verhalten belohnen, unerwünschtes ignorieren.


Die Verständigung mit dem Welpen, sein Verhalten verstehen.

Hund und Mensch sprechen verschiedene Sprachen. Hunde verstehen den Sinn unserer gesprochenen Worte nicht, wohl aber unsere Mimik und Gestik. Verständnisschwierigkeiten entstehen immer dann, wenn das Verhalten des Welpen mit menschlichen Maßstäben gemessen wird.


Ein Beispiel der Hundesprache:

Sie kommen nach Hause und finden im Flur Ihre Lieblingsvase in Scherben. Davor steht Ihr Welpe und freut sich unbändig, Sie wiederzusehen. Erstarrt vor Wut, runzeln Sie drohend die Stirn, Ihre Stimme überschlägt sich in wüsten Beschimpfungen. Der Welpe versteht Sie nicht, er hat sich doch bloß gefreut, als Sie zur Tür hereinkamen. So zieht er den Schwanz ein, duckt sich und blickt angstvoll zu Ihnen auf.

Dieses unterwürfige Verhalten soll Sie beruhigen und hat nichts mit schlechtem Gewissen zu tun! Hunde kennen kein schlechtes Gewissen. Daher dürfen Sie auch nicht erwarten, daß der Welpe durch Ihre Reaktion seine Lektion gelernt hat. Er hat lediglich gelernt, sich nicht mehr zu freuen, wenn Sie heimkommen. Besser ist es in einer solchen Situation den Ärger herunterzuschlucken, den Hund aus dem Gefahrenbereich zu bringen, und die Scherben ohne ein Wort wegzuräumen. Tat und Bestrafung müssen unmittelbar hintereinander erfolgen, sonst versteht der Hund den Zusammenhang nicht.